Sonntag, 31. Oktober 2010

Oktober, Oktagon, Oktopus

Einen schoenen guten Nachmittag Ladies und Gentlemen,

Ihnen allen einen angenehmen Sonntag und allen, die es betreffen mag, einen durchlauchten Reformationstag, gruseligen/erfolgreichen Halloween und ein strammes Erntedank-Fest!

Der Oktober entwickelte sich nach seinem steakigen Einstand zu einem herrlich abwechslungsreichen, so angefuellten wie interessanten Dauerlauf: Am 8.10. lachte uns West Point Studenten ein weiteres Drei-Tage-Wochenende entgegen, diesmal zu Ehren von Kolumbus und seinen Irrfahrten. Ganz im Sinne des Erfinders begaben sich Kumpel/Kadett Jason und ich uns auf die Odyssee, von West Point nach New Jersey zu kurven, um dort Parties und Erholung zu finden. Begleitet Jason's Dad, Christopher Lee-Double und "Grosser Adler"/Vorsitzender der "Boy Scouts" von New Jersey, ging's zuerst in ein uriges Burger-Restaurant, dann zum Einkaufen und schliesslich in eine durchaus luxurioese Blockhuette an einem riesigen See.
Zusammen mit Jason's Banjo-spielendem Kumpel Mike und anscheinend allen party-froenenden High-School-Kids von New Jersey, wurde im Diner "Applebee's" eine Mehrfach-Fete zu 21sten Geburtstagen geschmissen, die sich (mit Kernseife!) gewaschen hatte.







Am naechsten Morgen wurde sich getreu dem Motto "3 Bier sind auch ein Fruehstueck" zur Automobil-Zulassungsstelle geschleppt, der "endlich 21" Fuehrerschein mit dem von der Party aufgehuebschten Fahndungsfoto versehen und der Grossteil des Tages in den naturbelassenen und sommerlich durchwehten Jersey Woods verbracht.






Bei 22 Grad, Voegel-Piepen und zuvielen guten Sandwiches fuer zu wenig esslustige Feierei-Amerikaner in Wochends-Reha, liessen wir es uns praechtig gehen.

Abends zog es uns erneut zu einer Multigeburtstagsfeier, diesmal jedoch raus auf ein einsames Feld, wo sich, wie abgesprochen, erneut die gesamte Jugend New Jersey's zu versammelt haben schien.

Zwischen "Heuwagenfahrten des Grauens" und Kinder-Karaoke drueckten wir den Altersdurchschnitt zwar etwas nach oben, aber um kleine Ami-Kids zu erschrecken, wie Kolumbus die Indianer erschreckt hat, war es das allemal wert.

Die neue Woche lachte uns mit Hausarbeiten und dem Totalausfall der "Grand Hall" Kueche entgegen, was dazu fuehrte, dass circa 2000 Kadetten ungefaehr den gesamten Montag damit verbrachten, in Schichten beim West Point eigenen Restaurant/Catering Service anzustehen und sich zu halsbrecherischen Preisen ungesundes Fast Food zu kaufen. (Es lebe das Huehnchen-"Schnitzel" fuer 25 Dollar...!)
Zum Ausgleich von Hausarbeiten, Tests und wirklich schlechtem Essen gab es gluecklicherweise weiterhin unzaehlige Moeglichkeiten, Sport zu machen und sich fuer die Fitness zu knechten. Wieso man wie unsere Kompanie einen 13 Kilometer-Lauf um Mitternacht machen muss, ist mir bis heute schleierhaft, aber zumindest laesst es sich danach gut schlafen.
Ueberraschungen, wie der Kompanie-Chef, der sich gemuetlich zum Lunch mit an unseren Tisch setzt, und uns mit Einsatz-Erfahrungen aus Afghanistan unterhaelt, oder der West Point Deutsch-Klub, der sich spontan bei uns auf Stube einquartiert und eine "Sprech-Party" (wer als letzter noch verstaendlich Deutsch sprechen kann, hat gewonnen...) feiert, motivieren und bringen Grinse-Laune.

Zwischendurch gibt es zwar immer wieder mal Disziplinarverfahren, die leider auch mal kapriolenschlagende Kadetten aus meiner Gruppe erwischen, aber selbst dort werden, nach viiieeel Gerede und Strafen wie Stubenarrest, Wochenend-Marsch-Dienst und Rangverlust, zusammen auf Facebook Einsatz-Bilder und auf Youtube Kampfsportvideos aus dem Oktagon-Kaefig angeschaut.

Am 16. Oktober 2010 wurde fuer unser Regiment in West Point ein weiterer historischer Tag begangen: Der Super-Saturday  *daedaeaeae*! Nach einem Freitagabend-Briefing von Kadetten fuer Kadetten zur Lage der Nation "Regiment 2" in den Waeldern New Yorks, Aufgabenverteilung (juhuu, ich war "Internationale Unterstuetzung des Stabs"), drei Stunden Schlaf und Alarm-Wecken (wer vermisst es nicht?), hievten wir uns Sonnabendmorgen um 3 Uhr aus den Kojen und in endlich mal wieder voller, gruener, militaerischer Montur in US Army-Jeeps.

Beladen mit Geruempel, zwielichtig angemalten Gestalten und voller Waffen und Munition, ruckelten wir wie albanische Partisanen durch die -welch Timing- erste Oktobernacht mit Temperaturen unter 0 Grad. Voller Tatendrang auf einem entlegenen, windigen und dunklen Huegel angekommen, wurde -welch angenehme Ueberraschung- allen Einheiten Schlaf befohlen! Ob und wie uns der Schlaf auf einer offenen, zugestellten Jeep-Ladeflaeche bei Frost und Wind gut tat ist das eine, aber die Geste wurde definitiv wohlwollend aufgenommen. Bei Sonnenaufgang bauten wir den Battalionsgefechtstand in Form von Bierzelt, Bierzeltgarnituren und Buero-Moebeln (!) auf.






Nach einem ebenso noetigen wie droegen Fruehstueck marschierten uns die ersten Kadettenkampfgruppen entgegen. Wir brieften sie ueber ihre Aufgaben in unserem Gebiet des lustigen Super-Sonnabends und schickten sie etwa mit Karte, Kompass und Keksen in die Suempfe, in Baeren-Jagdgebiete und benachbarte Gefechtsstaende. Mal kam die Dienstaufsicht in Form von habichthaften Obersten, mal kam benachbartes Stabspersonal mit Kaffee und Donuts und trotz alleiniger Vorbereitung und Ausfuehrung durch Kadetten lief dieses "Spass-Biwak" wie am Schnuerchen.

Es war wirklich beeindruckend, wie die gesamte Planung und Organisation reibungslos in eine freundliche, entspannte und dennoch effiziente Ausfuehrung ueberging- seien es Patroullien mit/ohne Jeep, Schiessstaende, Paintball-Kompanie-Gefechte (DAS wuerde der Bundeswehr gefallen!) oder unser "Marschier' drauflos und komm' heil wieder" Kurs, ob Funktionspersonal oder Teilnehmer, es war eine Pracht. Als gegen Abend die letzten Gruppen durch unsere Station gewackelt waren, packten wir unser Stabsbuero wieder auf die Jeeps, spielten Boule und wurden auf den US Army Zigeuner-Jeeps wieder nach West Point gegondelt. 

Standesgemaess gab' es ein Kompanie-Grillen, diesmal jedoch mit zuviel Spiritus auf dem Rost, meterhohen Flammen die unsere Burger brutzelten und der Verkuendung des wachhabenden Offziers, dass ich ihn zu vertreten und den Nachtwaechter fuer unsere Kompanie zu spielen habe.
So endete der Super-Saturday nach 24 Stunden Spiel, Spass und Ueberraschung, indem ich nachts um 3 Uhr durch die Stuben unserer Kompanie tappte, um "zu sehen, ob auch alle da sind und keiner Unfug macht"...

Die neue Woche begann fuer unser Wrestling Team mit einer knappen Klatsche vom 2. besten Team West Points und persoenlichem Nachhilfeunterricht unseres Kompaniechefs. Er, als alter Tae Kwon Do und Grappling Aficionado, liess sich sogar im Sparring hier und da von uns treffen, bevor es ihm zu bunt wurde und er jeden einzelnen von uns (Schlag ins Gesicht hin oder her...-aber wann darf/soll man seinem KpChef schonmal auf die Lichter hauen?!) mit fantasievollen Wuergegriffen zum Nachdenken brachte.

"Taco Tuesday" im Kadettenclub, Mittwochslunch mit Management-Dozenten und Airforce Captains und mehr Spass beim Wrestling (diesmal haben wir Kompanie E-2 brav fertig gemacht) bereicherten die Woche ungemein. Franzoesische Kadetten die vom harten Leben an der franzoesischen Militaerakademie Saint Cyr berichten, der Chef des deutschen Heeresamtes General Spindler und die Oktoberfeste Nr. 4 und 5 taten ihr uebriges, um die Zeit wieder mal fliegen zu lassen. Nach einem Tortilla-Lunch mit General Spindler und einem reichhaltigen Meet-and-Greet im Mahagoni-getaefelten Konferenzraum zur Lage der Nation, wurde im Garten unseres Verbindungsoffiziers DJ fuer schneidige Heimatgefuehle gesorgt. Bratwurst, Sauerkraut, Weisswuaschd, Spaetzle und Leberkaese brachten in Kooperation mit deutschem Bier ein weiteres "Oktoberfest" in Schwung, dem sich selbst die hohe Generalitaet (Deutschlands und West Points) erst spaet des Nachts entziehen konnte.

Das (wirklich) letzte Oktoberfest wurde letzten Sonnabend in der "Class of 1949" Lodge im West Point eigenen Erholungsgebiet abgehalten. In einer protzig-luxurioesen Blockhuette wurden die gleichen kulinarischen Koestlichkeiten gereicht, die bisher jedes Oktoberfest treu begleiteten, doch konnten sie kaum von dem prominent mit Alpenhut geschmueckten Oktopus ablenken, der einigen deutschen Austauschleutnanten bis heute Einschlafschwierigleiten bereitet. Und obwohl sich auch diesmal noch keine Feiermuedigkeit bei den dauerenthusiastischen Amis feststellen liess, erhoehten wir unseren eigenen Enthusiasmus, indem wir zur Comedyshow von Jim Gaffigan gingen. Good old Jim erzaehlte uns einen vom Wolf, dass die Halle aus dem Lachen nicht mehr herauskam und so moechte auch ich (wohlwissend um humoristische Kollateralschaeden) diesen Post mit einem Lacher beenden:

"Geht ein Pferd in 'ne Bar,
fragt der Wirt: Ey, warum machst' so'n langes Gesicht?"

In diesem Sinne, Holido meine Damen und Herren.
  

Dienstag, 12. Oktober 2010

Starship Troopers, Steuben, Stoiber

Einen wunderschoenen guten Nachmittag meine Damen und Herren,

einen frohen Tag der deutschen Einheit nachtraeglich, alles Gute fuer den die Heimat fest im laubigen Griff habenden Herbst und eine angenehme Semester/Trimester-Start-Woche fuer alle studentisch Betroffenen!

Seit der Joint-igen Helikopter-Operation "Black Hawk UP" der US Army, dem Bundesheer (die lustigen Oesis) und der Bundeswehr haben sich in und um West Point erstaunliche Dinge abgespielt: Waehrend man im Aufenthaltsraum des West Point Hospitals auf noch haertere Medikament-Keulen zur Behandlung franzoesisch anmutender infizierter Nasen wartet, wird dem geneigten Gast Lektuere empfohlen, die nach Einschaetzung des ueberaus zuvorkommenden Pflegepersonals seinem Geschmack enstspricht.

Die Algorithmen und Variablen in dieser populaerwissenschaftlichen Operation sind mir zwar unbekannt geblieben, dafuer habe ich die Ehre gehabt, eines der einflussreichsten US Military Science-Fiction Werke studieren zu duerfen- Starship Troopers! Bis dato war mir nur der (zugegeben, recht unterhaltsame) Kaefer-Aliens-kriegen-von-Space-Marines-auf's-Maul Film ein Begriff, doch siehe da, das Buch wurde bereits 1959 von Robert A. Heinlein, einem ehemaligen Navy Lieutenant,geschrieben und schlaegt mit seiner ganz eigenen Sozial- und Strebensphilosophie den Film um Lichtjahre. Das zweite Buch nannte sich "Tausend strahlende Sonnen" und handelt von dem schicksalhaften Zusammentreffen zweier afghanischer Frauen im konfliktzeruetteten Land und liess mich besser einschlafen als eine Nacht lang Bob Ross auf Bayern Alpha!

Nach einem erhol- und bildsamen Wochenendaufenthalt im luxurioesen West Point Krankenhaus, startete die neue Woche wie die letzte Woche endete: Stubendurchgaenge, kompaniefeldwebelige Repressalien gegen die armen Kadetten, waehrend man als "German Officer" vom Doellsten verschont bleibt, Klausuren, Tests und Hausaufgaben bis 24 Stunden schlicht zu wenig fuer einen Tag zu sein scheinen. Interessanterweise lassen einen jedoch Besonderheiten und Lageaenderungen in solch einem Rhythmus umso kaelter, je mehr ohnehin schon zu tun ist- West Pointler aller Dienstgrade grinsen drueber, zwitschern sich eine weitere Stiege Red Bull-Espresso rein und stecken mit ihrer Dienstfroehlichkeit selbst missmutiges Putzpersonal und Kadetten, die gerade ein Disziplinarverfahren durchlaufen an. Wer es um 5 Uhr morgens vor versammeltem Regiments-Stab und einem armen Tropf, der Mist gebaut hat, schafft, alle Anwesenden fuer den Tag zu motivieren und den Fehlgetretenen mit einem Kaffee und Keksen zu verabschieden, der besitzt beeindruckende Fuehrungsfaehigkeiten (oder ganz spezielle Kekse...).

Ein Mann, der vor 250 Jahren ganz besondere Fuehrungsfertigkeiten bewiesen hat, war Friedrich Wilhelm von Steuben, ein preussischer Baron, General und US-Armeeinspektor, der der amerikanischen Revolutionsarmee militaerischen Drill und Disziplin, sowie George Washington das "Revolutionskriegs-Drillhandbuch" brachte. Waehrend ich hier das erste Mal vom Herrn Steuben hoerte, halten ihn eine erstaunliche Anzahl von Amerikanern, nicht mal noetigerweise aus dem Militaer, in hoechsten Ehren. So findet jedes Jahr im September die "New Yorker Steuben Parade" statt, die alle deutschaffinen Amerikaner, Kostuem- und Geschichtsexperten aus der Lueneburgerheide und dieses Jahr auch deutsche Austausch-Leutnante samt West Point Kadetten anlockte.
Waehrend wir es am 25. September also John F. Kennedy und Neil Armstrong gleichtaten und vor tausenden jubelnden und Polka-dudelnden Zuschauern die New Yorker 5th Avenue hinunter marschierten, wurde das Andenken an General Steuben auch von den dudelsackspielenden irischen Polizeibeamten New Yorks, einer karibisch-deutschen Maedchenschule und dem Deutsch-Amerikanischen Schuetzenverein hochgehalten.

Das anschliessende "Oktoberfest" im Central Park war eine hoechst willkommene Abwechslung, die mit Bier, Weib und den derbsten deutschen Partykrachern (Micky Krause, Roland Kaiser, Wolfgang Petri uvm., jedoch kein Edmund Stoiber weit und breit) circa 20.000 Gaeste auf gefuehlten 2000 Quadratmetern zum Froehlichsein schunkelte.








Wir konnten buchstaeblich nicht weiter als zwei
Meter pro Versuch gehen, da sich uns deutschaffine Amerikaner, Regensburger Karnevalisten und Hamburger Kostuemvereine regelrecht in den Weg und ins Gespraech stuerzten. Doch stereotypische deutsche Feierei und Gemuetlichkeit sowie wirklich gute Bratwurst und Sauerkraut hielten uns nicht davon ab, zum Dinner in ein West Point gesponsortes (!) Nobelrestaurant zu gehen und die besten Barbecue Rippchen der Welt zu kosten. Um den Kreis zu schliessen fand sich unsere ohnehin bereits in Kreisen marschierende Feierabteilung im "Schneider" ein: Eine urige Bayern-Bar mit Biergarnituren, Polka, Weissbier, Brezeln, Lederhosen und Dirndln und dass alles zwei Strassen von der Wall Street entfernt und angefuellt mit 19.000 der 20.000 Oktoberfestbesucher (wieder ohne den schmal'n Bat'zi Ede Stoiber).
Um 5 Uhr morgens waren wir dann endlich aus dem "Schneider" (der musste jetzt einfach sein :) um die sonntaegliche Sightseeing Tour zum Empire State Building mit gebuehrendem Handicap zu begehen.






Nach dem obigen Wohlfuehl-Wochenende machte die neue Woche mit Wohlfuehlsport wie Grappling und Wrestling gleich doppelt soviel Spass, doch der Knaller der Woche kam aus voellig unvermuteter Richtung: Waehrend wir den Steuben-Gedenkmarsch durch New York veranstalteten, schnappte eine wohlbekannte, aufstrebende junge Praktikantin und John-Brinckman-Gymnasium 2007 Abiturientin ein paar Bilder aus der hintersten Reihe der Zuschauer, um ein wenig ueber die Parade zu berichten. Wie sich spaeter herausstellte, latschte ich auf einem ihrer Schnappschuesse durch's Bild, was uns zu einem spontanen Mecklenburger Gipfeltreffen in den (doch recht sicheren) Strassen von Harlem bewegte.









Zwischen West Point-geschwenkten Fitness-Tests bei stroemendem Gewitter, Warnungen vor dem Militaer-Industrie-Komplex, der die Politik der USA steuert und einem weiteren Oktoberfest (auch ohne den Stoiber Edmund), diesmal in West Point, feierten wir aus dem September und in den Oktober. Obwohl es schwer zu glauben war (immer noch ist), dass hier wirklich schoen Oktober ist- wir geniessen immer noch strahlenden Sonnenschein, 22 Grad und fehlgeleitete Eichhoernchen, die so manche Antrete-Formation unterhalten.
Die guten alten Kompanie-Grillabende und so manche interessierte Kadettenfamilie sorgen fuer zusaetzliche Abwechslung: Wenn man, nach medium-raren Steaks und Oreo-Keksen, mit einem alten 3-Sterne US General, seinem Oberstleutnant-Sohn und der freundlichen Kadetten-Enkelin in ein Steak-Restaurant geht, dann hilft das, sich wohl bemessen von aller West Point Action zurueckzulehnen (dabei sind die oertlichen Gepflogenheiten und vom Steak belastete Kleidungsstueckknoepfe zu bedenken) und zu freuen, dass es Steuben, Starship Troopers und Steak gibt.

Waehrend das West Point-Football Team ein weiteres Match knapp verlor, unser Platoon eine freizeit-bereichernde Zombie-Jagd veranstaltete und unsere Grappling-Abschlusspruefung darin bestand uns gegenseitig so effizient wie moeglich zu erwuergen/verpruegeln/zur Aufgabe zu zwingen, inspizierten eiskalte Regimentskommandeure unsere Stuben und hielten israelische Offiziere Vortraege ueber die delikate Lage im nahen und mittleren Osten. Nach mehr von allem Ueblichen (Tests, Sport, Hausaufgaben, Eichhoernchen zum Fruehstueck...-santreten) fand letzten Donnerstag die "Sylvanus Thayer Award Night" statt. Hier in West Point/Hogwarts ist Sylvanus Thayer als der Bruder von Salazar Slytherin bekannt, der das unglaublich vollgestopfte akademische Druckbetankungsprogramm West Points zu verantworten hat.
Mit Hurra-patriotischer Parade fuer den diesjaehrigen Gewinner, den ehemaligen US-Aussen- und Schatzminister James Baker III und nicht minder aufgeputscher Rede des alten Haudegens (anscheinend ist es Pflicht fuer alle Gastredner West Points dass sie "alte Haudegen" sind :) wurden wir nach einem endlosen Dinner, dass nur aus Salat bestand (!), ins Wochenende verabschiedet.
Ladies and Gentlemen, es wird mir eine Freude sein, Ihnen beim naechsten Mal von eben diesem Wochenende berichten zu duerfen, fuer heute wuensche ich Ihnen allen eine angenehme und erfolgreiche Rest-Woche und verbleibe mit besten Gruessen aus dem Steak-Hauptquartier der NATO!